Prävention gegen Missbrauch
Die katholische Kirche in Deutschland befasst sich seit vielen Jahren intensiv mit der Aufarbeitung und Prävention von sexuellem Missbrauch durch Kleriker, Ordensangehörige und andere kirchliche Mitarbeitende. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart unternimmt umfangreiche Maßnahmen, damit sexueller Missbrauch durch Mitarbeitende in ihren Einrichtungen und Gemeinden gegenwärtig und künftig verhindert wird. In Verantwortung für den Schutz der Würde und Integrität der Menschen, die kirchlichem Handeln anvertraut sind, hat Bischof Dr. Gebhard Fürst bereits 2015 eine Präventionsordnung für die Diözese Rottenburg Stuttgart in Kraft gesetzt. Jeder Rechtsträger in der Diözese hat danach im Hinblick auf seine Arbeitsbereiche ein institutionelles Schutzkonzept zu erstellen.
In unserer Seelsorgeeinheit hat eine Arbeitsgruppe im Frühjahr 2022 begonnen, sich mit der Erstellung eines Schutzkonzeptes zu befassen. Nach vielen Sitzungen und in mühevoller Kleinarbeit konnte das Schutzkonzept im Herbst 2023 fertiggestellt und von allen drei Kirchengemeinderäten beschlossen werden. Die Arbeit ist damit jedoch noch nicht beendet, denn das beste Konzept nutzt nichts, wenn es nicht gelebt und umgesetzt wird. Dafür braucht es aber auch die Kooperation aller angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeiter.
Die wichtigsten Elemente bei der Umsetzung sind:
- Kommunikation: Wir verbreiten das Schutzkonzept und machen es leicht zugänglich, u. a. auch über unsere Homepage.
- Bei der Gewinnung von angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeitern thematisieren wir den Schutz vor sexualisierter Gewalt und bitten um Teilnahme an Präventionsfortbildungen, Unterzeichnung von Verhaltenskodex und Selbstauskunftserklärung und ggf. um die Vorlage eines Führungszeugnisses.
- Wir informieren über Beratungs- und Beschwerdemöglichkeiten und haben einen konkreten Interventionsplan.
Es ist uns bewusst, dass diese Maßnahmen zusätzliche Aufwände an verschiedenen Stellen bedeuten, nicht zuletzt auch bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern. Wir sind jedoch überzeugt, dass sich der Mehraufwand lohnt und wir damit unserer Verantwortung für alle schutzbedürftigen Personen besser gerecht werden können. Bitte helfen Sie mit, dass uns dies gemeinsam gut gelingt.
Verhaltenskodex (Angestellte und ehrenamtliche Mitarbeiter)
Selbstauskunftserklärung (Angestellte und ehrenamtliche Mitarbeiter)


